Überläufer nach Rechts
Mittwoch, 28. Mai 2008 | Autor: Jankete
Nach dem Rücktritt von Georg Milbradt wurde heute sein Wunschkandidat Stanislaw Tillich zum neuen sächsischen Ministerpräsidenten gewählt. Bereits im ersten Wahlgang erhielt er die notwendige Mehrheit durch 66 von 121 Stimmen.
Auch die rechtsextreme NPD hatte einen Kandidaten aufgestellt, welcher auf 11 Stimmen kam. Nun hat aber die NPD im sächsischen Landtag „nur“ acht Sitze – meines Erachtens acht zu viel, aber zurück zum Thema. Das bedeutet, dass offensichtlich drei Mitglieder anderer Parteien sich für den NPD-Kandidaten entschieden haben.
Ich glaube, darüber von welchem äußerst rechten Rand welcher großen Volkspartei diese stammen, muss nicht lange gerätselt werden. Ich halte es für eine Riesensauerei, dass die Vertreter der sächsischen Bürger – und seien es auch nur drei – ihre Wähler derart verschaukeln!
Korrektur (29.05.2008):
Offenbar bin ich, wie viele Pressemedien auch, nicht vollständig informiert. Die drei Mehrstimmen stammen, von ehemaligen NPD-Mitgliedern, die nicht mehr der Landtagsfraktion angehören, aber noch immer einen eigenen Sitz im sächsischen Landtag haben.
(Danke an Mat für den Hinweis!)
Thema: Soziales & Politisches, Völlig Absurd | Ein Kommentar | Tags » Ministerpräsident, NPD, Sächsischer Landtag «

